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	<title>Kryptoblog &#187; Privacy</title>
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	<description>Weblog über Kryptographie</description>
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		<title>Wie funktioniert Verschlüsselung?</title>
		<link>http://krypto.mufuku.de/2006-10-18/wie-funktioniert-verschluesselung/</link>
		<comments>http://krypto.mufuku.de/2006-10-18/wie-funktioniert-verschluesselung/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 18 Oct 2006 19:27:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Pawel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Grundlagen]]></category>
		<category><![CDATA[Kryptographie]]></category>
		<category><![CDATA[Privacy]]></category>
		<category><![CDATA[historisches]]></category>

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		<description><![CDATA[I. Grundbegriffe
Wikipedia meint dazu folgendes: 
Verschlüsselung nennt man den Vorgang, bei dem ein Klartext mit Hilfe eines Verschlüsselungsverfahrens (Algorithmus) in einen Geheimtext umgewandelt wird. Als Parameter des Verschlüsselungsverfahrens werden ein oder mehrere Schlüssel verwendet. […]
Den umgekehrten Vorgang, also die Verwandlung des Geheimtextes zurück in den Klartext, nennt man Entschlüsselung. 
(Anmerkung: Es gibt asymmetrische und symmetrische [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h4>I. Grundbegriffe</h4>
<p><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Verschl%C3%BCsselung">Wikipedia</a> meint dazu folgendes: </p>
<blockquote><p>Verschlüsselung nennt man den Vorgang, bei dem ein <strong>Klartext</strong> mit Hilfe eines Verschlüsselungsverfahrens (Algorithmus) in einen Geheimtext umgewandelt wird. Als Parameter des Verschlüsselungsverfahrens werden ein oder mehrere <strong>Schlüssel</strong> verwendet. […]<br />
Den umgekehrten Vorgang, also die Verwandlung des <strong>Geheimtextes</strong> zurück in den Klartext, nennt man Entschlüsselung. </p></blockquote>
<p><span class="note">(<strong>Anmerkung:</strong> Es gibt <a href="http://krypto.mufuku.de/2006-10-19/symmetrisch-asymmetrisch/">asymmetrische und symmetrische Kryptoverfahren</a>. Für bessere Verständlichkeit werde ich in diesem Artikel aber nur die sog. symmetrischen Verfahren beschreiben.)</span></p>
<p>Die drei wichtigsten Grundbegriffe sind hierbei <strong>Klartext</strong>, <strong>Schlüssel</strong> und <strong>Geheimtext</strong> (oft auch <strong>Chiffretext</strong>).</p>
<p>Der Klartext ist die Botschaft, die mit Hilfe eines Verschlüsselungsverfahrens für Außenstehende unkenntlich gemacht werden soll; der Schlüssel ist dabei ein Parameter, welcher frei gewählt wird und maßgeblichen Einfluss auf das Aussehen des Geheimtextes hat.<br />
Wendet man bei ein und dem selben Kryptoverfahren <strong>verschiedene Schlüssel</strong> an, so können also völlig <strong>unterschiedlich aussehende Geheimtexte</strong> entstehen.</p>
<h4>II. Verschlüsselungsoperationen</h4>
<p>Alle Kryptoverfahren bedienen sich zweier elementarer Operationen: der <strong>Transposition</strong> (Umstellung) und der <strong>Substitution </strong>(Auswechslung) von einzelnen Zeichen im Klartext. </p>
<ul>
<li><strong>Transposition</strong>:<br />
Bei einer Transposition werden die Zeichen untereinander vertauscht. Zum Beispiel wird der Klartext rückwärts geschrieben, oder man vertauscht in jedem Wort den ersten mit dem letzten Buchstaben.<br />
<strong>Beispiele: </strong></p>
<ul>
<li>LIES MICH -> HCIM SEIL<br />
<strong>Schlüssel:</strong> <em>Schreibe rückwärts</em></li>
<li>LIES MICH -> SIEL HICM<br />
<strong>Schlüssel:</strong> <em>Vertausche in jedem Wort den ersten und letzten Buchstaben</em></li>
</ul>
</li>
<li><strong>Substitution: </strong><br />
Bei der Substitution werden Zeichen durch andere ersetzt. Zum Beispiel werden alle Buchstaben durch andere Buchstaben oder durch Zahlen ersetzt.<br />
<strong>Beispiele: </strong></p>
<ul>
<li>ABC DEF -> CDE FGH<br />
<strong>Schlüssel:</strong> <em>Verschiebe jeden Buchstaben um drei Stellen im Alphabet</em></li>
<li>ABC DEF -> 123 456<br />
<strong>Schlüssel:</strong> <em>Ersetze jeden Buchstaben durch seine Ordnungszahl im Alphabet</em></li>
</ul>
</li>
</ul>
<h4>III. Historische Beispiele</h4>
<ul>
<li>
Die älteste bekannte <strong>Transpositionsverschlüsselung</strong> wurde schon vor 2500 Jahren von den Spartanern zu militärischen Zwecken angewandt. Als Schlüssel diente ein Stab mit einem bestimmten Durchmesser, der als <strong><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Skytale">Skytale</a></strong> bezeichnet wurde.</p>
<p>Um eine Nachricht zu verfassen, wickelte der Absender ein Pergamentband oder einen Streifen Leder spiralförmig um die Skytale, schrieb die Botschaft längs des Stabs auf das Band und wickelte es dann ab. Das Band ohne den Stab wird dem Empfänger überbracht. Fällt das Band in die falschen Hände, so kann die Nachricht nicht gelesen werden, da die Buchstaben scheinbar willkürlich auf dem Band angeordnet sind. Der richtige Empfänger des Bandes konnte die Botschaft mit einer identischen Skytale lesen. </p>
<p><a href="http://www.it.fht-esslingen.de/~schmidt/vorlesungen/kryptologie/seminar/ws9798/html/krypt_gesch/plaengs.gif"><img src="http://www.it.fht-esslingen.de/~schmidt/vorlesungen/kryptologie/seminar/ws9798/html/krypt_gesch/plaengs.gif" alt="Slytale" width="350" style="border:1px solid #999;" /></a></p>
<p>Der Durchmesser des Stabes ist somit der geheime Schlüssel bei diesem Verschlüsselungsverfahren.
</li>
<li>
Ein sehr bekanntes Beispiel für <strong>Substitutionsverschlüsselung</strong> ist der sogenannte <strong><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Rot13">ROT13-Algorithmus</a></strong>, auch Cäsarchiffre genannt.<br />
Dabei wird von einem lateinischen Alphabet mit 26 Buchstaben ausgegangen, welches um 13 Stellen verschoben (rotiert) wird. </p>
<p><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Rot13"><img src="http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/2/2a/ROT13.png" alt="ROT13" width="350" /></a></li>
<p>Wer genau hinsieht, findet im Titel des <em>Kryptoblogs</em> eine ROT13-chiffrierte Botschaft. Ein <a href="http://www.pflock.de/rot13.htm">ROT13-Wandler</a> wird bei der Entschlüsselung behilflich sein.</p>
<li>Ein weiteres sehr bekanntes Beispiel für Verschlüsselung durch <strong>Substitution</strong> ist die deutsche <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Rotor-Chiffriermaschine">Rotor-Verschlüsselungsmaschine</a> <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Enigma_%28Maschine%29"><strong>Enigma</strong></a>, die sehr häufig im zweiten Weltkrieg verwendet wurde.
<p><img style="border:1px solid #999;" src="http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/1/10/Nsa-enigma.jpg/220px-Nsa-enigma.jpg" alt="Enigma" /></p>
<p>Wichtigste Eigenschaft der Enigma ist die polyalphabetische Rotorverschlüsselung, welche die automatisierte Verwendung mehrerer Geheimalphabete ermöglicht. Ferner werden dabei für fast jeden einzelnen Klartext-Buchstaben eigene Schlüssel verwendet. </p>
<p>Das Herzstück der Enigma sind drei Walzen und zwei Umkehrwalzen, die man beliebig anordnen kann. Die Walzen verfügen über ein eigenes 26-Stelliges Geheimalphabet, welches sich über eine Ringeinstellung verschieben lässt. Alle Walzen sind untereinander über unterschiedlich einstellbare Steckverbindungen gekoppelt.</p>
<p>Somit bietet die Enigma vier verschiedene Parameter zur Verschlüsselung:</p>
<ol>
<li>120 verschiedene <strong>Walzenlagen</strong> …</li>
<li>676 Einstellungen der <strong>Ringe</strong>…</li>
<li>17.576 <strong>Grundstellungen</strong> der Walzen …</li>
<li>150.738.274.937.250 (~ 150 Billionen) <strong>Steckerverbindungen</strong> aller Walzen</li>
</ol>
<p>Daras resultiert ein Schlüsselraum mit <strong>circa 2·10²³</strong> verschiedenen Möglichkeiten (~ 77 Bit) – eine Zahl die sich mit heutigen Schlüsselräumen durchaus messen kann.<br />
Dennoch hat die Enigma <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Enigma_%28Maschine%29#Schl.C3.BCsselraum">einige Schwächen</a>, welche dazu führen, dass der Schlüsselraum auf circa <strong>zwei Millionen</strong> Möglichkeiten reduziert wird (siehe dazu auch: <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Turing-Bombe">Turing-Bombe</a>).</p>
<p>Die Nazis wechselten täglich um Mitternacht die Schlüssel für geheime Funksprüche. Eine Beispieltabelle für drei Tage sah so aus:</p>
<p><img src="http://krypto.mufuku.de/wp-content/enigma_codes.png" alt="Enigma Codes" />
</li>
</ul>
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		</item>
		<item>
		<title>Grundlagen zur Kryptographie</title>
		<link>http://krypto.mufuku.de/2006-10-18/uebersicht-zur-kryptographie/</link>
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		<pubDate>Wed, 18 Oct 2006 01:00:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Pawel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Grundlagen]]></category>
		<category><![CDATA[Kryptographie]]></category>
		<category><![CDATA[Privacy]]></category>

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		<description><![CDATA[I. Grundbegriffe

Steganographie:
	Verbergen der Existenz von Nachrichten
Verschl&#252;sselung:
	Verbergen des Inhalts bzw. der Bedeutung von Nachrichten
Kryptographie:
	Wissenschaft von der Geheimhaltung von Nachrichten durch
	Verschl&#252;sselung
Kryptoanalyse:
	Wissenschaft vom Brechen von Verschl&#252;sselungen
Kryptologie:
	Zusammenfassung von Kryptographie und Kryptoanalyse

II. Ziele kryptographischen Schutzes

Geheimhaltung:
	Inhalt der Nachricht bleibt Dritten verborgen
Integrit&#228;t:
	Nachricht erreicht den Empf&#228;nger nachweislich unversehrt
Authentizit&#228;t:
	Identit&#228;t des Senders und G&#252;ltigkeit der Nachricht
	nachpr&#252;fbar
Nichtabstreitbarkeit:
	Absender kann Urheberschaft nicht verleugnen

&#228;hnlich Authentizit&#228;t, aber Sender ist potentieller
	 [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h4>I. Grundbegriffe</h4>
<ul>
<li><b>Steganographie:</b><br />
	Verbergen der Existenz von Nachrichten</li>
<li><b>Verschl&uuml;sselung:</b><br />
	Verbergen des Inhalts bzw. der Bedeutung von Nachrichten</li>
<li><b>Kryptographie:</b><br />
	Wissenschaft von der Geheimhaltung von Nachrichten durch<br />
	Verschl&uuml;sselung</li>
<li><b>Kryptoanalyse:</b><br />
	Wissenschaft vom Brechen von Verschl&uuml;sselungen</li>
<li><b>Kryptologie:</b><br />
	Zusammenfassung von Kryptographie und Kryptoanalyse</li>
</ul>
<h4>II. Ziele kryptographischen Schutzes</h4>
<ul>
<li><b>Geheimhaltung:</b><br />
	Inhalt der Nachricht bleibt Dritten verborgen</li>
<li><b>Integrit&auml;t:</b><br />
	Nachricht erreicht den Empf&auml;nger nachweislich unversehrt</li>
<li><b>Authentizit&auml;t:</b><br />
	Identit&auml;t des Senders und G&uuml;ltigkeit der Nachricht<br />
	nachpr&uuml;fbar</li>
<li><b>Nichtabstreitbarkeit:</b><br />
	Absender kann Urheberschaft nicht verleugnen</p>
<ul>
<li>&auml;hnlich Authentizit&auml;t, aber Sender ist potentieller<br />
	    Gegner</li>
</ul>
</li>
</ul>
<h4>III. Anwendungsbereiche und Entwicklung</h4>
<ul>
<li>Klassische Anwender: Milit&auml;r, Nachrichtendienste,<br />
	Diplomaten</li>
<li>Anwendung von Kryptographie bereits seit dem Altertum
<ul>
<li>Fr&uuml;her manuelle Verfahren</li>
<li>Sp&auml;ter mechanische Verfahren (z.&nbsp;B. Enigma)</li>
<li>Heute Nutzung elektronischer Mittel (Hard- oder Software)</li>
</ul>
</li>
<li>Kryptographie heute allgemein verbreitet, z.&nbsp;B. f&uuml;r
<ul>
<li>Schutz von Gesch&auml;ftsgeheimnissen</li>
<li>sichere elektronische Transaktionen</li>
<li>Schutz von Telekommunikation etc.</li>
</ul>
</li>
</ul>
<h4>IV. Bedrohungsszenarien</h4>
<ul>
<li>Unbefugtes Einsehen von Nachrichten</li>
<li>Unbefugtes Ver&auml;ndern von Nachrichten</li>
<li>F&auml;lschen der Absenderangabe von Nachrichten</li>
<li>Verz&ouml;gern, Wiederholen oder Unterdr&uuml;cken von Nachrichten</li>
</ul>
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